Archive for the 'Informationsgesellschaft' Category

In den vergangenen Monaten haben wir uns in Mainz wieder verstärkt um das Thema Freifunk gekümmert. Nachdem das Projekt zuvor eine Zeit lang etwas schleppend voran ging, treffen wir uns jetzt wieder regelmäßig. Ca. einmal im Monat besprechen wir den aktuellen Stand der Dinge, basteln mit Geräten und Antennen, entwickeln Werbematerialien und Kommunikationsstrategien, planen Workshops und bauen unser Netzwerk weiter aus. Wir freuen uns immer sehr über neue Gesichter.
Unser Ziel
Unser Ziel ist es, ein von Nutzern betriebenes freies Netzwerk aufzubauen, das uns einerseits eine dezentrale und unabhängige Infrastruktur bietet und zweitens mehr Menschen “ans Netz” bringt, sprich den Zugang zum Internet und zu anderen netzbasierten Quellen von Wissen und Kultur ermöglicht. Außerdem haben wir Spaß am Gerät und lernen viel bei der Auseinandersetzung mit Software, Hardware und vielem anderem.
Im Freifunk-Netz stellt jeder Nutzer seinen WLAN-Router für den Datentransfer der anderen Teilnehmer zur Verfügung. Im Gegenzug kann er oder sie ebenfalls Daten, wie zum Beispiel Text, Musik und Filme über das interne Freifunk-Netz übertragen oder über von Teilnehmern eingerichtete Dienste im Netz Chatten, Telefonieren und gemeinsam Onlinegames spielen.
We need you for Freifunk Mainz!
Um flächendeckend ein Freifunk-Netz zu realisieren, sind wir auf die Unterstützung Vieler angewiesen: Wir suchen Menschen, die sich bereit erklären, einen Freifunk-Knoten bei sich zu Hause aufzustellen. Wir freuen uns auch über Spenden, mit denen wir weitere Geräte anschaffen können.
Unsere Freifunk-Knoten sind herkömmliche WLAN-Router (günstiges Modell ca. 16€, leistungsstärkeres Modell ca. 43€), die wir mit dem freien Betriebssystem OpenWRT bespielen und auf denen wir unser Funknetz konfigurieren. Jedermann kann sich mit diesen Knoten verbinden und die Knoten vermaschen sich untereinander. So spannen sie - in unserer Vision - ein Netz über die ganze Stadt und darüber hinaus auf. An manchen Knoten bieten wir “Uplinks” ins Internet an, sodass auch WWW-Seiten, E-Mail und alles andere funktionieren. Wer den Ausbau unseres freien Netzes unterstützen will, ist herzlich eingeladen sich bei uns zu melden.
Was du tun kannst
Neben der Bereitschaft, ein Gerät bei sich zu Hause aufzustellen und damit Teil des Netzes zu werden, suchen wir Menschen mit den verschiedensten Kompetenzen. Vom Software- und Hardwaretüftler über Medienpädagogen, Amateurfunker, Fotografen und Mediendesigner. Von Menschen mit guten Kommunikationsfähigkeiten, die gut dokumentieren können, bis hin zu Leuten, die Interesse an Fundraising haben, können wir jede Unterstützung gebrauchen. Und: Wir brauchen dich! Bring deine individuellen Stärken in unser Projekt ein. Werde Teil von Freifunk!
Auf dem Laufenden bleiben
Aktuelle Updates von uns gibt es auf unserer schicken neuen Website und natürlich auf Identi.ca und Twitter. Wer mag, kann auch gerne unsere Facebook-Seite “liken”.
Nächstes Treffen
Am kommenden Samstag, dem 13.04.2013, steht unser nächstes Treffen an, zudem wir wieder alle Interessierten herzlich einladen. Unsere Treffen sind die ideale Gelegenheit, uns und Freifunk kennen zu lernen, Fragen zu stellen, Probleme zu lösen, neue Ideen zu bekommen und zu besprechen und eine gute Zeit zu haben. Bei diesem Treffen wollen wir außerdem einen Verein gründen (den Satzungsentwurf findest du natürlich im Wiki).

Unser nächstes Treffen findet statt am 13. April 2013
Ort: Holzturm Mainz-Altstadt
Uhrzeit: 14 Uhr
Eintritt natürlich frei
https://www.freifunk-mainz.de
Wir freuen uns auf dich!
MyTag ist ein studentisches Projekt, das eine personalisierte, plattformübergreifende Suche realisiert. Verschiedene Tagging-Plattformen von Del.icio.us, über FlickR und YouTube bishin zu Conotea und Bibsonomy müssen nicht mehr einzeln durchsucht werden, sondern lassen sich mittels MyTag bequem auf einer einzigen Plattform konsumieren.

MyTag bietet auch interessante Personalisierungsoptionen: Zum Einen lassen sich externe Benutzerkonten von FlickR oder Youtube in MyTag einbinden und durchsuchbar machen. Zum Anderen implementiert MyTag ein implizites Relevanz-Feedback, d.h. Nutzer müssen keine expliziten Angaben in einem Benutzerprofil hinterlegen, sondern die Interessen des Nutzers werden von der Plattform auf Basis des Such- und Entscheidungsverhaltens automatisch geschlussfolgert. Die Suchergebnisse werden anhand der gesammelten Informationen individuell an die Interessen des Benutzers angepasst und somit optimiert.
Am Donnerstag den 13.11.2008 stellen wir die aktuelle MyTag-Version vor. Gäste sind herzlich willkommen.
Ort: Universität Koblenz, Gebäude B, Raum B013 (Erdgeschoss)
Am 16. November 2011 findet ab 18:00 Uhr eine Vortrags- und Diskussionsveranstaltung mit Constanze Kurz und dem rheinland-pfälzischen Landesbeauftragten für Datenschutz in der Showbühne Mainz statt. Titel: “Zwischen Facebook und Behörden-Trojanern - Wie sind der Schutz der eigenen Daten und Privatsphäre bei aktiver Internetnutzung noch möglich?”
Immer größere technische Möglichkeiten bringen es mit sich, dass Datenschutz und der Schutz der eigenen Privatsphäre sowohl von kommerziellen Online-Konzernen als auch von staatlichen Institutionen unterminiert werden (können). Wir hinterlassen fortwährend digitale Spuren, mit denen Bewegungs-, Konsum- und Kommunikations- bis hin zu Persönlichkeitsprofilen erstellt werden. Immer detailliertere digitale Dossiers über potentielle Kunden werden angelegt, die Grenze zur Manipulation wird fließend.
Obwohl die Sensibilität bei vielen gestiegen ist, sind es immer noch besonders die sozialen Netzwerke, die einen großen Fundus von persönlichen Daten bieten. Die äußerst beliebte Plattform Facebook zum Beispiel strebt gerade danach, “zentrales Lebensarchiv” seiner Nutzer zu werden. Damit wäre ein Ende der Privatsphäre, wie wir sie kennen, erreicht.
Termin:
16.11.2011, 18 Uhr
Showbühne Mainz
Große Bleiche 17
55116 Mainz
Die Projektgruppe “Datenschutz und Persönlichkeitsrechte” der Enquete-Kommission “Internet und digitale Gesellschaft” des Bundestags wird in den nächsten Wochen Handlungsempfehlungen erarbeiten und möchte gerne die Öffentlichkeit beteiligen. Welche Handlungsempfehlungen zum Thema Datenschutz und Persönlichkeitsrechte sollte die Projektgruppe aussprechen? Im Adhocracy-System der Enquete-Kommission kann dazu jedermann Vorschläge einreichen.
Beispiele für mögliche Bereiche sind:
- Anonymität und Identitätsmanagement in Internet
- Sicherheit von Daten/Technischer Datenschutz
- Selbstdatenschutz und Medienkompetenz
- Die Grenzen des nationalen Datenschutzes
- Datenschutz für Kinder und Jugendliche
- Informationelle Selbstbestimmung - mögliche Erweiterung des Grundgesetzes
- “Verfallsdaten“ im Internet, regelmäßig erneuerbare Zustimmungspflicht
- “Privacy by design“ (”privacy by design“/”privacy by default”)
- Datenweitergabe und -handel
- Datenschutz als Standortfaktor
- Selbstverpflichtungen und Selbstregulierungen der Internetwirtschaft
- Schadensersatzansprüche im Datenschutzrecht
- Beschäftigtendatenschutz
Auch zu anderen Datenschutz-Bereichen sollen gerne Vorschläge zu Handlungsempfehlungen eingereicht werden. Die Projektgruppe wird sich voraussichtlich in ihrer Sitzung am 9. Mai mit den Vorschlägen befassen. Die Vorschläge und Bewertungen sollten deshalb so bald wie möglich eingebracht werden.
Am 14. und 15. Juli findet in Mainz die Tagung „Semantics and Media“ statt. Sie wird vom Forschungsschwerpunkt Medienkonvergenz der Universität Mainz organisiert, dessen Ziel die Erforschung der rechtlichen und wirtschaftlichen Folgen der Digitalisierung von Medien ist.
Die Geburt des Semantic Web markiert den Anfang eines Paradigmenwechsel von einer digitalen Welt wo Wissen nicht nur dem Menschen sondern auch Maschinen explizit zugänglich ist. Die Idee hinter der Tagung „Semantics and Media“ ist zweifältig. Sie zielt als erstes darauf ab, einem breiten Publikum den Stand der Technik im Semantic Web näher zu bringen. Dazu werden Experten aus den Gebieten Semantic Web und Linked Data einen Überblick über aktuelle Entwicklung in der Repräsentation, Extraktion, Integration und Anwendung von semantischen Methoden in Theorie und Praxis geben.
Das zweite Ziel der Tagung „Semantics and Media“ liegt darin, neue Anwendungen der Medienindustrie vorzustellen, die erst durch den Einsatz semantischer Technologien und anderer intelligenten Methoden für die Aggregation, Integration und Distribution von „rich Media“ möglich gemacht wurden. Dazu referieren Experten aus der Medienindustrie und assoziierten Forschungsinstituten und stellen intelligente und semantische Anwendungen vor, die quer durch die Medienwertschöpfungskette eingesetzt werden.
Termin: 14. und 15. Juli
Ort: Universität Mainz im Philosophicum (Jakob-Welder-Weg 18, 55128 Mainz)
Tagungsbeitrag: 20€
Anmeldung: Veranstaltungswebseite
Vom 4. bis 6. Juni wird es in Berlin mit dem “Federated Social Web Summit” eine interessante Konferenz zum Thema Social Web, Open Data, Interoperability, Federated Social Networking und vielem mehr geben. Schwerpunkt sollen Aspekte des Identitätsmanagements und des Datenschutzes sein. Die Konferenz will Entwickler, Datenschützer, IT-Sicherheitsexterpen und viele andere zusammenführen und die Themen aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten.
Social networking services have become an enabler for free communication, at times even under adverse circumstances. Architectures, protocols and standards for the Social Web should therefore be designed to be robust against disruption.
Users must further be able to trust the Social Web to communicate securely and anonymously with their peers.
The workshop aims to address, capture and discuss the challenges and potentials these innovations bring along.
Nicht abschließende Liste für gewünschte Diskussionsthemen und Einreichungen:
- Showcasing interoperability and federation across different social network code-bases, such as the SWAT0 test-cases
- Concrete lessons learned from social networking interoperability code-bases
- Detailing privacy requirements for the Social Web and mapping these into concrete technical proposals and considerations.
- Analysis of attack threats and possible solutions for social networking
- Policy-based approaches to the Social Web that allow one to communicate and share data across specified target audiences.
- Considerations from identity management in social networking.
- Implications of cloud-based social networking on security and privacy, including proposals for privacy-preserving or “private” clouds.
- Improving the user experience for federated social networking
- The role of devices such as mobile, augmented reality, and phones in federated social networking.
- Research on user behavior and privacy in social networks.
Weitere Informationen: Call for papers (Deadline 2. Mai)
Vorlesung Algorithmen und Datenstrukturen von Prof. Dr. Oliver Vornberger von der Uni Osnabrück aus dem Wintersemester 2009/2010 im Schnelldurchlauf:
Die Vorlesungen in voller Länge gibt es bei iTunes (http://bit.ly/6BfUJo), wenn man sich das installieren will oder via “social virtPresenter”, einer Facebook-App (http://fb.socialvp.de) oder aber direkt zum Download als FLV, MP3 und MP4 auf http://www-lehre.inf.uos.de/~ainf/2009/ (ebenso das Vorlesungsskript).
Der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung bittet heute alle Internetnutzer, sich für einen Anruf bei FDP-Bundestagsabgeordneten 5 Minuten Zeit zu nehmen, um die geplante Vorratsspeicherung jeder Internetverbindung in Deutschland zu verhindern
Schon anlässlich des heutigen Treffens des Koalitionsausschusses am Abend könnten CDU, CSU und FDP die Wiedereinführung einer Vorratsdatenspeicherung in Deutschland vereinbaren, befürchten die im AK Vorrat zusammen geschlossenen Bürgerrechtler, Datenschützer und Internetnutzer. Um dies zu verhindern, sollen besorgte Internetnutzer heute telefonisch eine Sperrminorität von mindestens 21 FDP-Bundestagsabgeordneten überzeugen, öffentlich zuzusichern, dass sie - wie von der FDP wiederholt beschlossen - der Wiedereinführung einer Vorratsdatenspeicherung unter keinen Umständen zustimmen werden, auch nicht der von der Bundesjustizministerin vorgeschlagenen Internet-Vorratsdatenspeicherung.
Nach einem „Eckpunktepapier“ von Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) soll künftig für die gesamte Bevölkerung auf Vorrat protokolliert werden, wer wann mit welcher Kennung (IP-Adresse) im Internet gesurft hat. In Verbindung mit anderen Informationen, die Anbieter wie Google, Twitter oder Youtube speichern, würde so potenziell unsere gesamte Internetnutzung nachvollziehbar werden, also jede unserer Eingaben, jeder unserer Klicks, jeder unserer Downloads, jeder unserer Beiträge/Posts im Netz. Dies bedroht die Informationsfreiheit im Internet, weil man Nachteile durch den Aufruf “potenziell verdächtiger” Seiten oder die Verwendung “potenziell verdächtiger” Suchwörter befürchten müsste. Der Vorschlag würde weitgehend das Ende der Möglichkeit anonymer Kommunikation und Publikation im Internet bedeuten. Damit steht auch der Schutz kranker, ratsuchender oder bedrohter Menschen auf dem Spiel, die oftmals nur im Schutz der Anonymität bereit sind, sich im Internet zu informieren oder helfen zu lassen.
Nach dem Vorschlag der Ministerin könnte die Polizei Internetnutzer noch nach Tagen (bis zu sieben Tage lang) ermitteln, und zwar „für die Aufklärung aller Straftaten“, selbst bei Verdacht von Bagatelldelikten wie Beleidigung oder Filesharing, und zwar ohne richterliche Prüfung oder Genehmigung. Zulässig wäre auch ein präventiver Datenzugriff ohne Tatverdacht, Zugriffe durch Geheimdienste (§ 113 TKG) und eine Namhaftmachung gegenüber Abmahnanwälten (§ 101 UrhG). Selbst an 29 ausländische Staaten einschließlich der USA wären die Daten auf Anfrage herauszugeben.
Mit einer Zustimmung zu diesem Vorschlag würde die FDP ihr Wort brechen, das sie vor der Bundestagswahl in ihrem Wahlprogramm gegeben und in vielen späteren Beschlüssen und Aussagen stets wiederholt hatte: „Die anlass- und verdachtsunabhängige Vorratsdatenspeicherung hat die FDP von Anfang an abgelehnt“[1] und: „Der Rechtsgrundsatz, dass grundrechtsrelevante Maßnahmen im Rahmen der Strafverfolgung oder der Gefahrenabwehr nur unter der Voraussetzung erfolgen, dass ein ausreichender Verdacht oder Anlass für diese Maßnahme gegeben ist, muss auch im digitalen Raum gelten. Wir lehnen daher die verdachts- und anlassunabhängige Speicherung personenbezogener Daten auf Vorrat ab.“[2]
Die Vorratsdatenspeicherung steht auf der Tagesordnung der Sitzung des Koalitionsausschusses im Kanzleramt am heutigen Abend. FDP-Spitzenpolitiker sind bislang bereit, einen Kompromiss mit CDU und CSU auszuhandeln. Die Union will in den Verhandlungen sogar noch eine sehr viel weiter reichende Vorratsprotokollierung auch unserer Telefon-, Handy-, E-Mail- und Anonymisierungsdienstnutzung für eine Dauer von sechs Monaten durchsetzen. Was als Ergebnis beschlossen würde, ist offen; der AK Vorrat befürchtet das Schlimmste. Die innenpolitische Sprecherin der FDP Gisela Piltz erklärte am Dienstag, rote Linie bei den Verhandlungen sei lediglich die „Einhaltung der Kernaussagen des Bundesverfassungsgerichts“, wonach bekanntlich eine sechsmonatige Vorratsspeicherung von Telefon-, Handy-, E-Mail-, Internet- und Anonymisierungsdienstnutzung mit dem Grundgesetz vereinbar sei. Auch die Bundesjustizministerin will sich auf einen „Kompromiss“ mit CDU/CSU einlassen und ist bereit, über „Fristen“ und „die einzelnen Punkte“ zu sprechen.
Vor diesem Hintergrund sollen heute zahlreiche Telefonanrufe die FDP-Bundestagsabgeordneten an ihre Zusage erinnern, jede „anlassunabhängige Speicherung personenbezogener Daten auf Vorrat“ abzulehnen. Im AK Vorrat-Wiki gibt es dazu eine Liste der Telefonnummern der Abgeordeten der FDP-Fraktion und eine Handreichung für das Gespräch mit den Abgeordneten. Wenn nur 21 der 93 FDP-Abgeordneten überzeugt werden, Wort zu halten, ist jeder Kompromiss blockiert, weil laut Koalitionsvertrag „wechselnde Mehrheiten ausgeschlossen“ sind. Jeder kann an dieser Aktion teilnehmen und mithelfen!
Die Aktionsseite im AK Vorrat-Wiki lautet: http://wiki.vorratsdatenspeicherung.de/Wort_halten_FDP



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