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“Mut. Klarheit. Aufbruch.” - Ampel-Koalitionsvertrag für Mainz als Tagcloud

Ampel-Koalitionsvertag GRÜNE FDP SPD Mainz 2009-2014

In Mainz bahnt sich eine Ampel-Koalition aus SPD, GRÜNE und FDP an. Auf Basis des heute veröffentlichten Entwurfstextes, der bereits von den Fraktionen beschlossen wurde und an dem sich voraussichtlich nicht mehr viel ändern wird, habe ich mit dem Java Applet wordle eine Tagcloud erstellt. Bewusst habe ich auf Farbspiele verzichtet. Sie steht unter Creative Commons by-Lizenz. (Wordle-Link)

Außerdem habe ich das Dokument und den Text um einige Dinge bereinigt, um aus der Grafik auch die eigentlichen Inhalte etwas mehr herauslesen zu können. Wörter wir “Koalitionsparteien”, “Stadt” o.ä. sowie verschiedene Verben und Adverben habe ich (natürlich völlig subjektiv) entfernt. Heraus kommt dann Folgendes (Wordle-Link):

Ampel-Koalitionsvertag Mainz 2009-2014 (bereinigt)

(Auf die Bilder klicken für größere Versionen)

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“Jeder, der ins Stadion geht, begibt sich in Gefahr, Stadionverbot zu erhalten”

In einer gemeinsamen Aktion machten die Fans von FSV Mainz 05 und FC Nürnberg beim Bundesligaspiel am Mainzer Bruchweg im November auf eine umstrittene Praxis von Bundesligavereinen aufmerksam: Fußballfans kann auf bloßen Verdacht hin mehrjähriges, deutschlandweites Stadionverbot erteilt werden, wenn sie sich in der Nähe gewaltbereiter Gruppen aufgehalten haben oder zu einer als gewaltbereit eingestuften Fangruppierung gehören, auch wenn eine Beteiligung an Straftaten überhaupt nicht nachgewiesen werden kann. In der Praxis werden so rechtsstaatliche Prinzipien ausgehebelt, denn während die dazugehörigen Strafverfahren meist eingestellt werden, sind die Vereine bei ihren Stadionverboten nicht an die Unschuldsvermutung gebunden.

Die Verbote werden gemäß den “Richtlinien zur einheitlichen Behandlung von Stadionverboten” des DFB ausgesprochen und gelten für eine Vielzahl von assoziierten Veranstaltungen. In einem Urteil des Bundesgerichtshof wurden diese “Stadionverbote auf Verdacht” jüngst bestätigt.

Gemeinsame Aktion der Fans von FSV Mainz05 und FC Nürnberg gegen Stadionverbote auf Verdacht

Gemeinsame Aktion der Fans von FSV Mainz05 und FC Nürnberg gegen Stadionverbote auf Verdacht: “Jeder, der ins Stadion geht, begibt sich in Gefahr, Stadionverbot zu erhalten”

Dem Urteil nach dürfe der Betreiber des Stadions von seinem Hausrecht Gebrauch machen, um “potentielle Störer” auszuschließen, die die “Sicherheit und den reibungslosen Ablauf” des Fußballspiels gefährden könnten. Er dürfe neben Sicherungsmaßnahmen während des Spiels etwa durch Ordnungskräfte und bauliche sowie organisatorische Vorkehrungen auch im Vorfeld tätig werden und “potentiellen Störern” bereits den Zutritt zum Stadion versagen. Anknüpfungspunkt für das Stadionverbot sei nicht die Verwirklichung eines Straftatbestandes, sondern “das Verhalten des Klägers, das Anlass für die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens gegeben hat”. Umstände, die dazu geführt haben, seien auch nach Einstellung eines Verfahrens weiter von Bedeutung. Es seien in diesem Falle andere Maßstäbe anzuwenden als im Strafrecht, wo eine Unschuldsvermutung gelte.

Der Bundesgerichtshof habe sich nicht “als guter Schiedsrichter” gezeigt, schreibt Lars Wienand in seinem Kommentar in der Mainzer Rheinzeitung. Das Urteil schade dem Vertrauen in die Justiz bei Menschen, die sich ohnehin ausgegrenzt fühlen.

Der DFB sieht in den Stadionverboten eine wichtige Präventiv-Maßnahme, um die Sicherheit in den Stadien zu gewährleisten. Der vorsitzende Richter des BGH verkündete, die Vereine hätten beim Erlass von Stadionverboten allerdings nicht freie Hand - es dürfe keine willkürlichen Ausschlüsse geben. Genau diese Gefahr sehen allerdings die Fans in der Praxis: Jeder der wochenends Spiele live im Stadion verfolgen will, gebe sich zukünftig in Gefahr, ein solches Stadionverbot zu erhalten. Letzten Endes läuft das Urteil darauf hinaus, dass Fans zukünftig ihre Unschuld selbst beweisen müssen, indem sie belegen, dass sie nicht als Störer aufgetreten sind, keiner Gruppe zugehören und nur zufällig Teil einer in Gewahrsam genommenen Gruppe waren.

“Dies erinnert an Sippenhaft, die mit rechtsstaatlichen Prinzipien nicht vereinbar ist”, sagte der Rechtsanwalt des Klägers vor dem BGH dem Kicker. “Wenn allein die Einleitung eines Ermittlungsverfahren zu einem bundesweiten Stadionverbot führen kann, überlässt man praktisch der Polizei alleine die Macht über das Stadionverbot.” Eine Verfassungsbeschwerde werde in Erwägung gezogen. Als “rechstaatlich untragbar” wird das Verfahren auch in der Süddeutschen bewertet. Das Bundesverfassungsgericht müsse prüfen, ob es mit der Rechtsweggarantie des Grundgesetzes vereinbar ist und ob ein bundesweites Stadionverbot gegen einen nur “potentiellen Störer” ohne vorherige Auffälligkeiten verhältnismäßig ist, wie vom BGH beschieden.

Seit langem sind gerade Fußballfans von ausufernder Überwachung und vorgeblichen Sicherheitsvorkehrungen in besonderem Maße betroffen: Permanente Videoüberwachung, Polizeikontrollen, RFID-Chips in Eintrittskarten, Ausreiseverbote und vieles mehr gehören zu den Freiheitseinschränkungen im Fan-Alltag. In der Sendung “Wie Fußballfans kriminalisiert werden” berichtete das ARD-Magazin “monitor” am 30. Juni 2005 unter anderem über die rechtswidrige Datei “Gewalttäter Sport” des BKA, Reiseverbote und die Weitergabe von Fan-Daten an Sicherheitsbehörden durch den DFB. In mehreren Fällen hatte der DFB gesammelte Daten sogar an Reisebüros übermittelt, damit diese die von den Fans gebuchten Reisen zu den Spielen stornierten - ohne Information oder Einwilligung der Betroffenen. Datenschützer Werner Hülsmann wies bereits im Rahmen eines DFB-Fan-Kongress vor Jahren darauf hin, dass viele der gegen Fans ergriffenen Maßnahmen unverhältnismäßig sind und gerade die Stadionverbote rechtsstaatlichen Ansprüchen nicht genügen: “Eine fundierte Aufarbeitung der datenschutzrechtlichen Fragestellungen im Bereich des Fußballs ist mehr als überfällig” konstatierte Hülsmann.

Freifunk-Mainz-Treffen am 5.11.2009 im pengland

Bei einer Diskussion mit Alexander Boerger vom “peng” Mainz hatten wir im Oktober 2009 die Idee, auch in Mainz ein Freifunknetz aufzubauen. Der Zugang zu Internet, Information und Wissen ist Voraussetzung für die Teilhabe an der Wissens- und Informationsgesellschaft und so wollen wir zunächst einmal Interessenten sammeln und Anfang November besprechen, ob und wie wir Freifunk in Mainz umsetzen können.

Bei Interesse freuen wir uns über jeden, der etwas zum Projekt beitragen will - und das muss absolut keine Technixexpertise sein. Meldet euch einfach bei mir oder bei Alexander und kommt am 5. November nach Mainz ins “pengland” in der Reichsklarastraße!

Alle Informationen zur Mainzer Freifunk-Initiative findet ihr hier: http://wiki.freifunk.net/Mainz

Best of the Internet - Ausstellung in Mainz vom 2.10 bis 4.10.2009 im pengland Mainz

Es beginnt mit einem leeren Raum, einem Drucker, einigen Rechnern und Beamern.

Die Besucher werden zum Aussteller indem sie ihr persönliches “Best of the Internet” als Projektion oder Ausdruck an die Wand bringen. Egal ob Kitty Content oder MIT-Vorlesungen.

Bei dem Event geht es vorallem um den Austausch und die gegenseitige Inspiration. Ziel ist es für drei Tage das Pengland in eine lebendige Linksammlung zu verwandeln. Best of Internet Peng Pengland Mainz

Freitag 02.10.
ab 19 Uhr Ausstellung
21 Uhr Powerpoint Karaoke

Samstag 03.10.

ab 15 Uhr Ausstellung
21 Uhr Youtube Abend

Sonntag 04.10.
15-18 Uhr Ausstellung

Auf der Suche nach dem Gedächtnis

Der Hirnforscher und Nobelpreisträger Eric Kandel zählt nicht nur zu den bedeutendsten Wissenschaftlern unserer Zeit, er ist auch als Mensch eine Entdeckung, die es zu erforschen gilt. Regisseurin Petra Seeger ist es gelungen, in enger Zusammenarbeit mit Kandel eine Kinodokumentation zu schaffen, die in bislang einzigartigen Bildern aus Kandels Labor an der Columbia University in New York zeigt, wie sich das Gehirn verändert, wenn wir lernen, sprich, eine neue Erinnerung geformt wird.


Auf der Suche nach dem Gedächtnis
Regie: Petra Seeger
95 Min., D 2008, ohne Altersbeschränkung

Z.B. aktuell in den wieder eröffneten Mainzer Programmkinos.

Musik aus Mainz: Auletta - Ein Engel Kein Koenig

Die Mainzer Indie-Rock-Band Auletta hat ihr neues Album “Pöbelei und Poesie” veröffentlicht, aus dem auch der folgende Song stammt:

Weitere Infos zu Band und Musik unter: http://www.auletta.de

ALL EYES ON YOU! Mainz: Multimediale Ausstellung zur alltäglichen Überwachung

ALL EYES ON YOU! Multimediale Ausstellung zur alltäglichen Überwachung (Mainz)
ALL EYES ON YOU!
Eine multimediale Ausstellung zur alltäglichen Überwachung.

Im Supermarkt, auf dem Bahnhof, in der Bank, in Bussen, an der Tankstelle, auf öffentlichen Plätzen - fast überall beobachten Überwachungskameras uns und unser Handeln, Tendenz steigend. Die Ausstellung wirft einen künstlerisch-kritischen Blick auf Video-Überwachung und hinterfragt dabei auch das scheinbar Nebensächliche: Wer sitzt auf der anderen Seite der Kameras? Wie funktioniert Gesichtserkennung? Machen mich Überwachungskameras zum Schauspieler?

VERNISSAGE „DER ERSTE BLICK”

Donnerstag, 4. Juni um 19.00 Uhr
Die kurze und schmerzlose Eröffnung der Ausstellung mit Sekt und O-Saft in Anwesenheit des Künstlers.

5. bis 20. Juni 2009
Altes Weinlager im Zollhafen Mainz

AUSSTELLUNG

Dienstag bis Donnerstag 15.00 - 20.00 Uhr
Freitag 15.00 - 22.00 Uhr
Samstag 12.00 - 20.00 Uhr
Sonn- & Feiertag 12.00 - 18.00 Uhr

VERNISSAGE - Do 4. Juni, 19.00 Uhr
FILMABEND - Mi, 10. Juni, 20.00 Uhr
POETRYSLAM - Sa, 13. Juni, 20.00 Uhr

www.ALL-EYES-ON-YOU.de

(Grafik: Creative Commons, CC BY-NC-SA Sascha Johne)

Datenklau in Mainz

Motivwagen “Datenklau” beim Mainzer Rosenmontagszug 2009

Neben dem Sicherheitswahn der Bundesregierung wurde auch der Datenklau in Mainz auf dem Rosenmontagsumzug thematisiert. Vielen Dank für’s Zusenden!

Schäuble an Fastnacht in Mainz

Motivwagen “Schäuble” beim Rosenmontagszug in Mainz

Motivwagen “Schäubles Lauschangriff” beim Rosenmontagszug in Mainz

Während dem Überwachungswahn von Innenminister Wolfgang Schäuble heute beim Rosenmontagszug in Mainz ein eigener Motivwagen “Lauschangriff” gewidmet wurde, rufen für den kommenden Aschermittwoch verschiedene Organisationen und Parteien zum Protest vor einer CDU-Veranstaltung auf, bei der Schäuble sprechen wird. Bei einer ähnlichen Aktion konnten die Mainzer Überwachungsgegner Schäuble im März letzten Jahres bereits ihren Flyer mit Forderungen überreichen.






Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 3.0 Germany
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