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Archive for the 'Mainz' Category

Diskussionsveranstaltung zum Thema “Wehrhafte Demokratie” am 24.01.12 in Mainz

Am Dienstag, den 24.01.2012 findet von 18:00-21:00 Uhr in der Alten Mensa der Universität Mainz eine unter Umständen interessante Diskussionsveranstaltung zum Thema “Wehrhafte Demokratie statt. Aus der Ankündigung:

Eine funktionierende Demokratie ist ein wervoller Bestandteil eines Rechtsstaats. Unsere freiheitlich demokratische Grundordnung muss jedoch auch verteidigt werden können gegen diejenigen, die sie beseitigen wollen.

Darüber wird der Rheinhessen gegen Rechts e. V. diskutieren mit:

* Prof. Dr. Bernhard Vogel, Ministerpräsident a. D.
* Prof. Dr. Friedhelm Hufen, Staats- und Verwaltungsrechtler an der Universität Mainz
* Hendrik Hering, Fraktionsvorsitzender der SPD Rheinland-Pfalz
* Julia Klöckner, Landes- und Fraktionsvorsitzende der CDU Rheinland-Pfalz
* Tabea Rößner, MdB, Bündnis 90/Die Grünen

Die Veranstaltung ist öffentlich. Um Anmeldung unter www.rheinhessen-gegen-rechts.de wird gebeten.

Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit der Konrad-Adenauer-Stiftung, dem Verein Gegen Vergessen - Für Demokratie e. V., der Johannes-Gutenberg-Universität statt.

Der Staat klickt mit: Staatstrojaner-Einsatz in Rheinland-Pfalz

Staatstrojaner Demo vor dem BVerfG (CC by @leralle)Wie Mitte Oktober bekannt wurde, wird auch in Rheinland-Pfalz durch Behörden Spionage-Software verwendet, um heimlich Daten aus Privatrechnern auszuleiten. Die öffentliche Aufklärung darüber durch die Landesregierung ist bislang mangelhaft.

In mindestens einem Fall wurde in Zusammenarbeit von Landeskriminalamt (LKA) und Bundeskriminalamt (BKA) eine sog. Quellen-Telekommunikationsüberwachung (kurz: Quellen-TKÜ) vorbereitet und ein Trojaner auf einem Rechner eingeschleust. Laut Innenministerium seien von dem infiltrierten Rechner keine Daten mehr “ausgeleitet” worden. Die Überwachung brach offenbar ab, weil auf den Rechner nicht mehr zugegriffen konnte.

Hintergrund war nach Angaben des Innenministeriums ein Ermittlungsverfahren im Jahr 2010 wegen schweren Raubes. “Da die Polizei in Rheinland-Pfalz zu diesem Zeitpunkt nicht über das notwendige Equipment verfügte” habe sie das BKA um Amtshilfe gebeten, erklärte SPD-Innenminister Roger Lewentz. Das BKA habe die “individuell anzufertigende Überwachungssoftware auf der Grundlage des richterlichen Beschlusses in Auftrag” gegeben und auch geprüft. Sie habe “den richterlichen Vorgaben” entsprochen. Hersteller für den in Rheinland-Pfalz eingesetzten BKA-Trojaner sei ebenfalls die in der Kritik stehende Firma DigiTask gewesen.

Die Vorbereitungen seien auf Grundlage von §100a StPO und nicht auf Basis der in diesem Jahr von SPD, CDU und FDP neu eingeführten Überwachungsbefugnisse im rheinland-pfälzischen Polizei- und Ordnungsbehördengesetz (POG) getroffen worden. Auf Basis des POG seien laut Innenministerium bisher weder eine präventiv-polizeiliche Quellen-TKÜ (§31 (3)) noch eine heimliche Online-Durchsuchung (§31c) vorgenommen worden. Ob §100a StPO jedoch überhaupt eine ausreichende Rechtsgrundlage für den tiefen Grundrechtseingriff einer Quellen-TKÜ darstellt, ist juristisch umstritten, wie Thomas Stadler und Ulf Buermeyer aufzeigen.

GRÜNE und CDU haben das Thema am Donnerstag, den 20.10.2011, im Landtag thematisiert und einige Fragen dazu an die Landesregierung gestellt. Diese wurden aus “Zeitmangel” (Fragestunde von vorneherein viel zu kurz angesetzt) allerdings gar nicht erst im Plenum behandelt. Stattdessen wurden sie automatisch in Kleine Anfragen umgewandelt und werden hoffentlich in den nächsten Wochen vom Innenministerium schriftlich beantwortet. Die Piratenpartei hat der Landesregierung derweil einen ausführlichen Fragenkatalog zukommen lassen und verlangt Auskunft per Informationsfreiheitsgesetz. Am 3. November soll das Thema im Innenausschuss des Landtages behandelt werden.

Im 0zapftis.info-Wiki können wie auch für andere Bundesländer Informationen zum Trojaner-Einsatz in Rheinland-Pfalz zusammengetragen werden.

(Bild: CC BY-NC-SA 2.0 by @leralle)

Zwischen Facebook und Behörden-Trojanern: Vortrags- und Diskussionsveranstaltung mit Constanze Kurz in Mainz

Am 16. November 2011 findet ab 18:00 Uhr eine Vortrags- und Diskussionsveranstaltung mit Constanze Kurz und dem rheinland-pfälzischen Landesbeauftragten für Datenschutz in der Showbühne Mainz statt. Titel: “Zwischen Facebook und Behörden-Trojanern - Wie sind der Schutz der eigenen Daten und Privatsphäre bei aktiver Internetnutzung noch möglich?”

Immer größere technische Möglichkeiten bringen es mit sich, dass Datenschutz und der Schutz der eigenen Privatsphäre sowohl von kommerziellen Online-Konzernen als auch von staatlichen Institutionen unterminiert werden (können). Wir hinterlassen fortwährend digitale Spuren, mit denen Bewegungs-, Konsum- und Kommunikations- bis hin zu Persönlichkeitsprofilen erstellt werden. Immer detailliertere digitale Dossiers über potentielle Kunden werden angelegt, die Grenze zur Manipulation wird fließend.

Obwohl die Sensibilität bei vielen gestiegen ist, sind es immer noch besonders die sozialen Netzwerke, die einen großen Fundus von persönlichen Daten bieten. Die äußerst beliebte Plattform Facebook zum Beispiel strebt gerade danach, “zentrales Lebensarchiv” seiner Nutzer zu werden. Damit wäre ein Ende der Privatsphäre, wie wir sie kennen, erreicht.

Termin:
16.11.2011, 18 Uhr
Showbühne Mainz
Große Bleiche 17
55116 Mainz

Landesdatenschutzbeauftragter zum Stand des Datenschutzes in rheinland-pfälzischen Unternehmen

Zum Stand des Datenschutzes in rheinland-pfälzischen Unternehmen veranstaltet der Landesdatenschutzbeauftragte von Rheinland-Pfalz, Edgar Wagner, am 26. Oktober eine Pressekonferenz.

Die betrieblichen Datenschutzbeauftragten, so teilt Wagner mit, standen im Mittelpunkt einer Umfrageaktion, die der Landesdatenschutzbeauftragte von Juni bis September 2011 bei rheinland-pfälzischen Unternehmen durchführte. Dabei wurden insgesamt 1.500 größere Unternehmen in Rheinland-Pfalz ausgewählt und mit der Bitte angeschrieben, Auskünfte über ihre betrieblichen Datenschutzbeauftragten, deren Qualifikation und deren Aufgabenwahrnehmung zu geben.

Die Ergebnisse der Erhebung werden im Rahmen einer Pressekonferenz am 26. Oktober 2011 vorgestellt. Dabei soll Situation aus Sicht des Datenschutzes bewertet werden und es sollen Schlussfolgerungen für die zukünftigen Arbeitsschwerpunkte gezogen werden.

Die Pressekonferenz findet statt
am Mittwoch, dem 26. Oktober 2011
um 10.00 Uhr
in den Diensträumen des Landesbeauftragten für den Datenschutz
Hintere Bleiche 34
55116 Mainz

Tagung “Semantics and Media” am 14. und 15. Juli in Mainz

Am 14. und 15. Juli findet in Mainz die Tagung „Semantics and Media“ statt. Sie wird vom Forschungsschwerpunkt Medienkonvergenz der Universität Mainz organisiert, dessen Ziel die Erforschung der rechtlichen und wirtschaftlichen Folgen der Digitalisierung von Medien ist.

Die Geburt des Semantic Web markiert den Anfang eines Paradigmenwechsel von einer digitalen Welt wo Wissen nicht nur dem Menschen sondern auch Maschinen explizit zugänglich ist. Die Idee hinter der Tagung „Semantics and Media“ ist zweifältig. Sie zielt als erstes darauf ab, einem breiten Publikum den Stand der Technik im Semantic Web näher zu bringen. Dazu werden Experten aus den Gebieten Semantic Web und Linked Data einen Überblick über aktuelle Entwicklung in der Repräsentation, Extraktion, Integration und Anwendung von semantischen Methoden in Theorie und Praxis geben.

Das zweite Ziel der Tagung „Semantics and Media“ liegt darin, neue Anwendungen der Medienindustrie vorzustellen, die erst durch den Einsatz semantischer Technologien und anderer intelligenten Methoden für die Aggregation, Integration und Distribution von „rich Media“ möglich gemacht wurden. Dazu referieren Experten aus der Medienindustrie und assoziierten Forschungsinstituten und stellen intelligente und semantische Anwendungen vor, die quer durch die Medienwertschöpfungskette eingesetzt werden.

Termin: 14. und 15. Juli
Ort: Universität Mainz im Philosophicum (Jakob-Welder-Weg 18, 55128 Mainz)
Tagungsbeitrag: 20€
Anmeldung: Veranstaltungswebseite

Wahlpanne in Mainz: Vergessene Briefwahlunterlagen bescheren anderen Wahlausgang

Ergebnis Erststimmen Landtagswahl 2011 Wahlkreis 28 Direktbewerber
Bei der rheinland-pfälzischen Landtagswahl am vergangenen Sonntag, den 27. März 2011, ist es in einem Wahllokal in Mainz-Hechtsheim zu einem gravierenden Auszähl- bzw. Verfahrensfehler gekommen. Der betroffene Stimmbezirk 6106 im Wahlkreis 28 (Mainz II) war als repräsentativer Stimmbezirk ausgelegt. Um bestimmte statistische Daten über die Wählerinnen und Wähler auszuwerten, werden bei repräsentativen Stimmbezirken alle Stimmzettel mit dem Geschlecht und Geburtsjahr der Wählerinnen und Wähler gekennzeichnet. Damit die Ergebnisse auch tatsächlich repräsentativ sind, werden in diese Auswertung stets auch die aus dem jeweiligen Bezirk stammenden Briefwahlstimmen einbezogen. Die entsprechenden Briefwahlunterlagen werden dazu in das allgemeine Wahllokal verbracht und nicht wie sonst in einem dedizierten Briefwahlbüro gesondert ausgezählt.

Nach Angaben des Wahlleiters, Oberbürgermeister Jens Beutel, bei der heutigen Sitzung des Kreiswahlausschusses, habe der eingesetzte Wahlvorstand die übergebenen Briefwahlunterlagen für den Stimmbezirk 6106 nicht wie vorgesehen mit ausgezählt, sondern lediglich die normalen Stimmabgaben per Urnenwahl berücksichtigt. Alle übergebenen Stimmzettelumschläge seien stattdessen am Abend zusammen mit den restlichen Unterlagen an die Sammelstelle zurückgegeben worden. Erst am Montag, den 28. März, wurde Beutel gegen 14:20 Uhr darüber informiert, dass bei der Auszählung ein Fehler vorliegen müsse, da in der Wahlniederschrift von 0 (Null) eingenommenen Wahlscheinen die Rede war. Wahlscheine werden den Wählern bei Briefwahl ausgestellt und vom Wahlvorstand bei der Auszählung dann dem Wahlumschlag zusammen mit dem Stimmzettelumschlag wieder entnommen und registriert. Tatsächlich hätten es 223 Wahlscheine sein müssen - 226 Bürger hatten Briefwahl beantragt, 3 hatten ihre Stimme nicht wieder eingesendet. Da dies nicht plausibel erschien, seien am Montag die Unterlagen nochmals geprüft worden und ab 16 Uhr die verbleibenden Stimmen unter Einbeziehung der Öffentlichkeit und Presse ausgezählt worden. Auch habe man versucht, alle Parteien zu erreichen und zur Auszählung einzuladen. Die Vertrauensperson der Landesliste der PIRATEN verneinte dies für seine Partei und appellierte schriftlich an die Wahlausschussmitglieder wegen der Umstände auf eine Neuwahl für den betroffenen Bereich hinzuwirken.

Vergessene Stimmen sorgen für anderen Gewinner

Zwischen Sonntag Abend und Montag morgen seien die betroffenen Stimmzettel laut Pressestelle der Stadt tatsächlich nicht versiegelt gewesen, weshalb ungeklärt bleibt, ob sie vielleicht manipuliert worden sein könnten. Diesbezügliche Nachfragen oder Beschwerden gab es von den Beisitzern im Kreiswahlausschuss allerdings nicht, sodass das Ergebnis wie bereits nach Korrektur im Laufe der Woche verkündet auch hier endgültig und einstimmig festgestellt wurde.

Für das Direktmandat hatte dies besondere Brisanz, da das vorläufige Ergebnis noch SPD-Wahlkreisbewerberin Doris Ahnen als Siegerin sah, während nach Hinzuziehung der 223 Briefwahlstimmen (von denen 3 ungültig waren) nun CDU-Kandidat Wolfgang Reichel in den Landtag einzieht. Der bisherige Umweltdezernent der Stadt Mainz war seiner Kontrahentin am Vorabend noch mit 19 Stimmen unterlegen gewesen und hätte es über seinen Listenplatz 40 überhaupt nicht in den Landtag geschafft. Von den zusätzlichen 220 Stimmzetteln (Erst- und Zweitstimmen) entfielen nun jedoch 93 Erststimmen auf Reichel und 61 Erststimmen auf die kandidierende Bildungsministerin Ahnen. Nach dieser Korrektur wies Reichel somit 13 Stimmen mehr auf als Ahnen (insgesamt 17.578 Stimmen gegenüber 17.565 Stimmen (Ahnen)) und zieht direkt in den rheinland-pfälzischen Landtag ein. Oberbürgermeister Beutel versicherte, für die nächsten Wahlen eine ganze Reihe Verbesserungen für Abläufe und Schulungen der Wahlhelfer anzustreben, um solche und andere Vorfälle zukünftig auszuschließen.

Links:

Herbst 2010

Herbst 2010

Musik aus Mainz: Auletta - Sommerdiebe

Der Track mit dem die Mainzer Nachwuchsband Auletta auch beim Bundesvision Songcontest 2010 startet:

Am Donnerstag, den 30. September 2010 stellt sich Auletta bei Stefan Raab für den BuViSoCo vor.

PENG findet Stadt

Seit 4 Jahren unterstuetzt der Verein PENG – Gesellschaft zur Foerderung von Design, Kunst und Kommunikation e.V. mit viel ehrenamtlichem Engagement Kultur und Kunst in Mainz. Weitere Infos: www.pengland.de

Am 14. August ab 12:00 Uhr tragen wir unser PENGLAND in die Stadt

Wir laden alle dazu ein, mit Peng und vielen Mainzer Künstlern aus der freien Kulturszene Kunst zum Anfassen zu feiern. Mit Livemusik, Straßenkunst, Theater und einer Open-Air-Ausstellung wird der Jockel-Fuchs-Platz von 12 bis 22 Uhr zum Portal fuer einen farbenfrohen Trip quer durch die breite Vielfalt der Peng-Welt!

Verein verliert seien Räume in der Reichsklarastraße 2-4

Sollte sich nicht bald ein neues Zuhause finden, werden auch viele Kuenstler und Projekte obdachlos! Damit Kunst und Kultur nicht unter der Bruecke landen, laden wir Alle ein, mit uns gemeinsam eine Loesung zu finden. Peng steht auf der Straße – und die Freunde ziehen mit. Denn jeder kann helfen: Kultur gehoert in die Stadt!

Mainz


(via)






Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 3.0 Germany
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