Nicht nur bei der Landtagswahl Rheinland-Pfalz, sondern auch bei der hessischen Kommunalwahl gab es am vergangenen Wochenende einen gravierenden Fehler im Umgang mit Briefwahlunterlagen. Wie die Rheinzeitung berichtet, sind in der Gemeinde Selters im Taunus 3 Kisten mit ausgefüllten Briefwahlunterlagen von 655 Bürgern schlicht in den Müll geworfen und auf dem örtlichen Bauhof verbrannt worden. Die Wahl muss nach Angaben des Landeswahlleiters nun wohl wiederholt werden. Wie in Mainz, war die Panne auch erst am Montagnachmittag beim Auszählen aufgefallen.
Die Briefwahl muss wiederholt werden, sagte der Wahlexperte Hannappel. Erster Schritt sei die Wahlprüfung durch die neu gewählte Gemeindevertretung, die voraussichtlich einen schweren Wahlfehler feststellen werde. Lediglich im Ortsteil Niederselters scheint die Briefwahl korrekt verlaufen zu sein. In Eisenbach, Münster und Haintchen hingegen müssen alle Briefwähler noch einmal abstimmen. Die Wiederholung der kompletten Wahl ist laut Hannappel wohl nicht notwendig. Die Gemeinde hat die Kommunalaufsicht über den Vorgang informiert. An der Kommunalwahl haben sich nur 44 Prozent der Bürger in Selters beteiligt. In dieser Zahl sind die später vernichteten Stimmzettel enthalten, weil sie zunächst als Eingang erfasst worden waren. Daher ist auch die genaue Zahl der verbrannten Stimmzettel bekannt.
(Quelle: Rheinzeitung)



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