Bericht von der heutigen Demo “Freiheit statt Angst” in Frankfurt:
Bei der heutigen Demo in Frankfurt am Main (FFM) versammelten sich ab 14 Uhr etwa 800 Menschen bei strahlendem Sonnenschein um gemeinsam
gegen zunehmende Überwachung durch Staat und Wirtschaft zu demonstrieren. Aufgerufen hatte auf Initiative des Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung ein breites und buntes Bündnis von Asten, Ärztevereinigungen und Friendensinitiativen über die Linken, die Grünen und die Piratenpartei bishin zum Chaos Computer Club und der autonomen Antifa.
Los ging es um 14 Uhr an der Alten Oper, wo Malte Spitz von den Grünen und Thorsten Wirth von der Piratenpartei Hessen, die ersten Redebeiträge
stellten und deutlich machten, dass “dort wo Datenberge entstehen” auch Begehrlichkeiten wachsen und Missbrauch stattfindet und dass es deshalb “nicht um mehr Kontrolle, sondern um langfristig weniger Datenberge” sprich Datensparsamkeit gehe. Im Anschluss setzte sich der Demonstrationszug in Bewegung Richtung Innenstadt. Nach einer kurzen Pause am Hauptbahnhof, bei dem auf die Melodie von Yellow Submarine “Wir wolln’ keinen Überwachungsstaat, Überwachungsstaat, Überwachungsstaat” gesungen und Parolen wie “Freiheit statt Angst!” skandiert wurden, ging es weiter zur Hauptwache wo Martin Grauduszus, Präsident der freien Ärzteschaft und Sören Steffe vom AStA der FH Frankfurt sowie ein Mitglied der Antifa zu den Teilnehmern sprachen.
Bei der Abschlusskundgebung gegen 18 Uhr auf dem Platz der alten Oper kamen noch Kai-Oliver Tiffany (Die Linke) und Sascha Brandhoff vom AK Vorrat zu Wort, während sich Bürgerinnen und Bürger an den Infoständen über die Thematik informierten und Petitionen gegen die BKA-Novelle und gegen die elektronische Gesundheitskarte unterzeichneten. Insbesondere die kostenlosen SIM-Karten, die man ohne die übliche Registrierung auf seinen Namen gegen Spende beim AK Vorrat erwerben konnte, lockten Interessenten. Gut angenommen wurde auch der “Überwachungsturm”, auf dem Bürger zu bestimmten Unterthemen ihre Gedanken hinterlassen konnten.
Insgesamt war die Stimmung sehr positiv und das steigende Interesse an den Aktionen des Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung zeigt, dass viele Menschen ihre Privatsphäre noch nicht abgeschrieben haben und gerade im Hinblick auf die jüngsten Fälle des Missbrauchs von Verbindungsdaten bei der Telekom und der ausufernden Überwachungsphantasien der schwarz-roten Bundesregierung immer mehr für die Thematik sensibilisiert werden.
Im Rahmen des bundesweiten Aktionstages fanden heute auch in über 30 weiteren Städten Demonstrationen und andere Aktivitäten von Überwachungsgegnern statt. Erste Newsmeldungen liefert dazu das AK-Pressecenter:
http://wiki.vorratsdatenspeicherung.de/Pressecenter_aktuell
Weitere Informationen:















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