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Archive for March, 2008

FoeBud-Veranstaltungshinweis: PUBLIC DOMAIN zur elektronischen Gesundheitskarte (6.4.2008)

Der FoeBud läd ein zu einer Veranstaltung zur elektronischen Gesundheitskarte in der Reihe “PUBLIC DOMAIN” am Sonntag, 6.4.2008, 15 bis ca. 18 Uhr mit Martin Grauduszus von der Freien Ärzteschaft und Rainer Glück vom Chaos Computer Club:

“Bürokratischer Irrsinn ist der einzige Jobmotor, den wir in Deutschland noch haben.” (Timo Rieg, Journalist)

Es ist immer derselbe Business-Plan: Zentralrechner, dezentrale und möglichst automatisierte Datenerfassung. Mehr oder weniger sinnlose Anwendungen. Mit Plazebos wird Kasse gemacht und Menschen werden zur manipulierbaren Datenmasse degradiert. Mal heißt es Mautsystem. Mal Jobkarte. Mal Videoüberwachung. Mal Gesundheitskarte.

Martin Grauduszus (Allgemeinmediziner aus Erkrath, Präsident der Freien Ärzteschaft) und Rainer Glück (Chaos Computer Club, Hamburg) informieren über die Gesundheitskarte. Sie geben Einblicke in die Technik, in die Prozesse und warum Ärztinnen und Ärzte so vehement gegen diese Vorratsspeicherung im Gesundheitswesen protestieren.

Termin:
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Sonntag, 6. April 2008, 15 Uhr (bis etwa 18 Uhr)
Bunker Ulmenwall, Kreuzstr. 0, D-33602 Bielefeld

Weitere Informationen unter:

Informationen zur PUBLIC DOMAIN:

Freie Ärzteschaft

Chaos Computer Club

Links vom 30.3.2008

Links vom 29.3.2008

CCC veröffentlicht Fingerabdrücke von Wolfgang Schäuble

Der Chaos Computer Club setzt zum Gegenschlag an und veröffentlicht aus Protest zur biometrischen Vollerfassung der Bürger in der neuesten Datenschleuder einen Fingerabdruck von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble:

Die Hacker wollen sich damit gegen die zunehmende Erfassung biometrischer Daten zur Wehr setzen. Besonders die Speicherung der Fingerabdrücke im E-Pass stößt dem CCC übel auf. “Wir wollen mit der Veröffentlichung ein warnendes Zeichen setzen”, erklärt CCC-Sprecher Dirk Engling gegenüber heise online. Fingerabdrücke seien nicht so sicher, wie die Politik behauptet, erklärt Engling: “Sie gehören in keine sicherheitskritische Anwendung – und erst recht nicht in den E-Pass.”

Die Hacker haben es nicht beim Abdruck von Schäubles Fingerabdruck belassen – dem Heft liegt auch eine fertige Fingerabdruck-Attrappe bei. Die dünne Folie kann auf die Fingerkuppe geklebt werden, um zum Beispiel Fingerabdruckscanner zu täuschen. “Wir empfehlen, die Abdrücke bei erkennungsdienstlichen Behandlungen, bei der Einreise in die USA, bei der Zwischenlandung in Heathrow, aber auch im örtlichen Supermarkt und – prophylaktisch – beim Berühren möglichst vieler Glasflächen zu benutzen” sagt Engeling.

Quelle: Heise.de

Umfrage: Good tags, bad tags!

Steffen Büffel von den “Hard Bloggin’ Scientists” bittet um Teilnahme an einer Umfrage zum Thema Tagging:

Zusammen mit dem Institut für Wissensmedien in Tübingen führe ich derzeit eine Befragung zum Thema Tagging durch. Wie jeden Befragung lebt auch diese von möglichst vielen Teilnehmern. Deswegen würde ich mich sehr freuen, wenn sich unter meinen Leserinnen und Lesern auch ein paar Freiwillige finden würden. Hier geht es zur Umfrage. Leider gibt es keine Statusanzeige wie viel schon beantwortet wurde. Deswegen die Info: bitte 8-10 Minuten einkalkulieren. Vielen Dank! :-)

Die Ergebnisse der Studie werden veröffentlicht.

Bundesdatenschutzbeauftragter bekäftigt Forderung nach Arbeitnehmerdatenschutzgesetz

Pressemitteilung des BFDI, Peter Schaar:

Anlässlich der Berichte über die heimliche Überwachung von Arbeitnehmern in einer Einzelhandelskette fordert der Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit Peter Schaar einen verbesserten Arbeitnehmerdatenschutz. Schaar sagte:

Die Überwachung von Mitarbeitern ist alles andere als ein Einzelfall. Nicht nur Videokameras, sondern auch Zugangskontrollsysteme registrieren, wo sich der Arbeitnehmer aufhält. Mobiltelefone und Kraftfahrzeuge von Außendienstmitarbeitern werden geortet und die Computernutzung am Arbeitsplatz kann bis ins Detail heimlich nachvollzogen werden. Ich erwarte deshalb vom Gesetzgeber, hier endlich Abhilfe zu schaffen. Der Deutsche Bundestag hat meine Forderung nach einem Arbeitnehmer-Datenschutzgesetz wiederholt unterstützt. Ich frage mich, warum die Bundesregierung bislang nicht einmal einen entsprechenden Entwurf vorgelegt hat.

Wegen fehlender klarer gesetzlicher Regelungen sind Arbeitnehmer und Arbeitgeber bis heute im wesentlichen darauf angewiesen, sich an der einschlägigen Rechtsprechung zu orientieren. Diese ist jedoch notwendigerweise lückenhaft und im Einzelfall für die Betroffenen nur schwer zu erschließen.

Quelle und weitere Informationen:

Aufruf zur Demo gegen das Kohlekraftwerk in Mainz

Aufruf zur Demo gegen das Kohlekraftwerk in Mainz 19.4.2008Die Bürgerinitiative Kohlefreies Mainz (KoMa) ruft zusammen mit einem breiten Bündnis von Kohlekraftwerks-Gegnern zu einer Demonstration gegen das in Mainz geplante Kohlekraftwerk auf.

Am 19. April möchten die Organisatoren Tausende Bürger der Region auf die Straße bringen um den Kraftwerken Mainz-Wiesbaden (KMW) deutlich zu machen, dass Ihre derzeitigen Pläne in der Bevölkerung keinerlei Rückhalt finden.

Quelle: KoMa.

Mehr Infos hier!

Lidl ließ seine Mitarbeiter laut Stern massiv bespitzeln

Wie der Stern und “heise online” berichten ist die Supermarktkette Lidl erneut wegen der Bespitzelung von Mitarbeitern in Bedrängnis geraten:

Der Lebensmitteldiscounter Lidl ließ voriges Jahr systematisch die Beschäftigten in zahlreichen Filialen überwachen. Dem stern und stern.de liegen mehrere Hundert Seiten interner Lidl-Protokolle vor, in denen jeweils mit Tag und Uhrzeit notiert, wann und wie häufig Mitarbeiter auf die Toilette gehen, wer mit wem möglicherweise ein Liebesverhältnis hat, wer nach Ansicht der Überwacher unfähig ist oder einfach nur “introvertiert und naiv wirkt”. Die meisten dieser Einsatzberichte stammen aus Lidl-Filialen in Niedersachsen, dazu kommen einzelne Abhörberichte aus Rheinland-Pfalz, Berlin und Schleswig-Holstein.
Die Überwachung funktionierte immer nach dem gleichen Muster: Montag morgen installierten von Lidl beauftragte Detektive in der jeweiligen Filiale meist zwischen fünf und zehn Miniaturkameras. Dem Filialleiter wurde erzählt, es gehe darum Ladendiebe aufzuspüren. Tatsächlich notierten die Detektive aber auch ihre genauen Beobachtungen der Lidl-Mitarbeiter.

Stern.de bietet dazu noch folgendes Interview mit Malte Arnsperger, der für Stern recherchierte:

Auch heise berichtet und weist noch einmal darauf hin, dass Lidl bereits im Jahr 2004 “wegen menschenunwürdiger Behandlung der Mitarbeiter” angeprangert wurde:

Die Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di veröffentlichte am Tag der Menschenrechte ein Schwarzbuch über Lidl, in dem zahlreiche Negativbeispiele der Schwarz-Unternehmenskultur aufgeführt wurden, darunter Aktionen zur Verhinderung von Betriebsratsbildungen, unbezahlte Mehrarbeit oder das Überwachen von Mitarbeitern per Video ohne deren Wissen. Im gleichen Jahr erhielt Lidl den Big Brother Award in der Kategorie Arbeitswelt für den “nahezu sklavenhalterischen Umgang mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern”.

Link vom 23.3.2008

Links vom 22.3.2008






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