In der Zeit ist ein interessanter Artikel zu finden, der sich mit dem Elefantengedächtnis des Internets auseinandersetzt und der dabei auch auf die Natürlichkeit und absolute Notwendigkeit des Vergessens für ein gesundes menschliches Leben eingeht sowie den Konflikt mit der Praxis des Netzes und den Interessen derjenigen aufzeigt, die Informationen für immer speichern und auffindbar machen wollen. Technisch ist das möglich geworden was die Evolution zu unserem Wohl eigentlich ausgeschlossen hat:
Der Artikel erinnert zurück an die Netzthesen von padeluun und Rena Tangens, die sich bereits 1997 über elektronisches Vergessen und Vergeben Gedanken machten und präsentiert ebenfalls die Idee von Viktor Mayer-Schönberger, Daten zukünftig mit einem Verfallsdatum zu versehen. Der Idee nach, die er bereits bei der Veranstaltung “Glücklich ist, wer vergisst” zusammen mit dem rheinlandpfälzischen Datenschutzbeauftragen in Mainz vorstellte, soll Menschen, die Dinge ins Netz stellen durch eine immer wiederkehrende Abfrage der Art “Wie lange sollen diese Daten gültig sein?” ständig vor Augen geführt werden, dass ihre Daten ansonsten für unbestimmte Zeit öffentlich werden - so soll eine Sensibilisierung dafür stattfinden, dass gedankenlos und ohne Limitierung eingestellte Daten ggf. für immer und für Jedermann zugänglich sein werden. Andererseits geht Mayer-Schönberger davon aus, dass mit der Sensibilisierung von Nutzern ebenfalls der Wettbewerb unter datenspeicherndend/datenverarbeitenden Unternehmen forciert wird und der Markt sich hier langfristig zu den Unternehmen hin verschiebt, die die Privatsphäre und informationelle Selbstbestimmung ihrer Kunden besser achten und schützen.
Artikel in der Zeit:
Informationen zur Veranstaltung “Glücklich ist, wer vergisst…” in Mainz:
Webseite von Viktor Mayer-Schönberger:
















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