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Fahnder überprüften alle deutschen Kreditkarten per Rasterfahndung

Laut einem Bericht auf Spiegel Online griffen Fahnder im Rahmen eines Schlages gegen Kinderpornographie im Internet (Operation “Mikado”) zu einer “bisher beispiellosen Maßnahme” und überprüften insgesamt 22 Millionen Kreditkarten aus Deutschland. Sie schauten nach “ob eine bestimmte Summe in einem festgelegten Zeitraum auf ein verdächtiges Konto im Ausland überwiesen worden ist. Sämtliche um Auskunft ersuchten Unternehmen der Kreditkartenwirtschaft kooperierten offenbar mit den Ermittlern und gaben die Daten ihrer verdächtigen Kunden preis”. Bei 322 Beschuldigten wurden daraufhin Wohn- und Geschäfsträume durchsucht. Die Überprüfung der Daten einzelner Verdächtiger ist bereits Standard der polizeilichen Ermittlungsarbeit. Die Rasterfahndung aber, bei der alle deutschen Kreditkartenbesitzer ins Licht der Ermittler gerückt werden, ist neu.

Nachtrag: Auch heise.de berichtete jetzt. Demnach sei es wohl noch unbestätigt, dass wirklich 22 Millionen Kunden überprüft wurden. Des Weiteren haben die LKAs nicht selbst gesucht, sondern es seien die Kreditkartenfirmen gebeten worden, Transaktionen nach bestimmten Geldsummen und Stichwörtern zu durchsuchen und Treffer zurückzumelden. Ausnahmslos hätten aber alle Kreditkartenbetreiber kooperiert.

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