Auf Spiegel Online ist ein Interview mit dem Bundesdatenschutzbeauftragten Peter Schaar zu lesen, der sich ernsthaft Sorgen um die Zukunft der Privatsphäre von Bürgern macht und vor einer Totalüberwachung warnt, die durch neue Technologien und die Zentralisierung von Datenbeständen immer näher rückt.
Gleichzeitig hat er heute Bilanz gezogen über 1 Jahr Tätigkeit nach Inkrafttreten des Gesetzes zur Regelung des Zugangs zu Informationen des Bundes, das jeder Person einen voraussetzungslosen Rechtsanspruch auf Zugang zu amtlichen Informationen von Bundesbehörden ohne rechtliche, wirtschaftliche oder sonstige Begründung garantiert. Er unterstrich dabei die Wichtigkeit und Notwendigkeit dieses Informationsfreiheitsgesetzes und bemängelte, dass viele Behörden bei der praktischen Umsetzung Probleme haben. In 196 Fällen wurde der Mittelsmann 2006 von hilfsbedürftigen Bürgern angerufen, in den meisten davon konnte er helfen.
Um die intensive Nutzung des Gesetzes zu fördern und Bürgern und Behörden die Praxis zu erleichtern, hat der Bielefelder Bürgerrechtsverein FoeBuD zusammen mit dem Chaos Computer Club bereits im letzten Jahr die “Aktensammelstelle” www.befreite-dokumente.de geschaffen, auf der bereits angeforderte Akten eingestellt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden können. Weiterhin sollen Behörden ermuntert werden Akten schon von sich aus bereitzustellen, daher wird auf die Möglichkeit verwiesen, Akten, die bereits digital vorliegen, direkt einzuspielen.
















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