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Archive for December, 2006

23C3: Aufruf Politiker besser zu überwachen

Wie heise.de heute Morgen berichtet hat der Chaos Computer Club auf seinem 23. Kongress in Berlin dazu aufgerufen Politiker in Zeiten von schwarzen Kassen als potentielle Straftäter stärker zu überwachen um gegebenenfalls Maßnahmen zur Gefahrenabwehr treffen zu können.

“Politiker bestechen und drücken Gesetze durch, damit Firmen mehr Geld kriegen”, ergänzte CCC-Veteran Frank Rieger. Im kommenden Jahr müsse daher eine “ordentliche Datensammlung über alle Politiker” aufgebaut werden, diese hätten schließlich prinzipiell “nichts zu verbergen”.

Mit seiner Forderung schließt er sich Bestrebungen wie “Abgeordnetenwatch” an, die sich für mehr Transparenz in der Politik engagieren.

Zugleich reagiert er auf die zahlreichen unlängst unter dem Aufhänger der Terrorismusbekämpfung verabschiedeten oder geplanten Gesetze, mit denen die Überwachung der Bürger deutlich verstärkt und die Grundrechte massiv eingeschränkt werden (sollen).

Quelle: heise.de

Gläserner Staat: Politikerdatenbank installiert

Mit seiner Plattform www.abgeordnetenwatch.de versucht der überparteiliche Verein “Mehr Demokratie” in Zukunft die Transparenz von Politik und Staatswesen voranzutreiben. So entsteht hier eine Kommunikationsplattform auf der Benutzer Profile von Landes- und Bundespolitikern erstellen und einsehen könnnen. Kern des Portals sind die Fragen, die Bürger hier an Ihre Politiker stellen können und deren Beantwortung dann öffentlich einsehbar ist.

Siehe auch:
http://www.sueddeutsche.de/app/computer/surftipps/?id=175837
http://taz.de/blogs/mehrdemokratie/2006/12/21/keine-spur-von-der-politikmuedigkeit/
und mehr

Putty, irssi und screen

Und da ich gerade von Putty und irssi geschrieben habe, hier noch der Link zu einer ausführlichen Einführung in die Benutzung von irssi und screen:
How to Efficiently Use Irssi and Screen - http://f0rked.com/articles/irssi

Nachtrag: Auch bei Wikipedia in den Wikibooks findet sich eine schöne Beschreibung zu irssi. Dort steht z.B. der Hinweis:

Wer Probleme damit hat, dass irssi, welches in einer screen remote auf einem Rechner laeuft, aber trotz screen bei der beliebten 24-Stunden-Zwangstrennung austimet, sollte es mal mit der screen-option “nonblock on” versuchen. Offensichtlich blockt screen das letzte aktive Fenster, bis die ssh-Verbindung austimet, da der timeout >3 Minuten ist, verliert irssi die Verbindung zum irc-server.

PuttyTray bietet URL-Erkennung

Putty tray mit URL Erkennung

PuttyTray von Barry Haanstra erweitert das Putty-Original um einige Funktionen. So bietet es die Möglichkeit “minimize to tray”-Optionen zu konfigurieren, das Icon zu verändern, ein animiertes Tray-Icon und die Fenstertransparenz einzustellen, sowie als besonderes Feature die URL-Erkennung von Samuli Gröhn, die es möglich macht Hyperlinks (z.B. aus irssi heraus) direkt und ohne lästiges Copy&Paste aufzurufen.

Download unter: http://www.xs4all.nl/~whaa/putty/download/putty.exe

Epic 2015: Deutsche Version

Die deutsche Version der der erfolgreichen Zukunftsvision “Epic 2015″ von Robin Sloan stellt Aperto als Flash-Animation zur Verfügung: http://media.aperto.de/google_epic2015_de.html. Im Unternehmensblog Blog ist sie zusätzlich als MPEG oder iPod-Version zu beziehen.
Auch auf Youtube findet sich eine (qualitativ etwas schlechtere) Version:

Die TAZ hält in ihrem Archiv den deutschen Text.

Petition für ein Praktikumsgesetz: Status / Online-Petitionen

Die Petition für ein Praktikumsgesetz übertrifft mit der Anzahl ihrer Unterstützer alle Petitionen seit der Etablierung des Online-Systems für offizielle Petitionen beim Deutschen Bundestag. So haben bisher 53163 (Stand 26.12.2006 15:38 Uhr) Bürger die Petition, die noch bis zum 9. Januar 2007 läuft unterzeichnet. Vorheriger Spitzenreiter war mit (29974 + 15153 =) 45127 Stimmen die Petition zur ersatzlosen Streichung des § 35 Bundeswahlgesetz “Stimmabgabe mit Wahlgeräten”.
Das Petitionsrecht als demokratisches Mittel ist in Artikel 17 des Grundgesetzes verankert und hat seit 1975 mit der Installation des Petitionsauschusses durch Artikel 45 c GG eine feste Rolle im Deutschen Bundestag.

Mit erweiterten Rechten zur Sachaufklärung rückte er in die Nähe eines parlamentarischen Untersuchungsausschusses: „Der Bundestag bestellt einen Petitionsausschuss, dem die Behandlung der nach Artikel 17 an den Bundestag gerichteten Bitten und Beschwerden obliegt. Die Befugnisse des Ausschusses zur Überprüfung von Beschwerden regelt ein Bundesgesetz.“

(Quelle: http://www.bundestag.de)

Der Petitionsausschuss bietet den Bürgern seit dem 1. September 2005 neben der schriftlichen Einreichung von Petitionen nun auch die Möglichkeit diese per Online-Formular zu übermitteln und zu zeichnen.

Interview mit Constanze Kurz zum Thema Datenschutz

Zum Thema Gläserner Kunde, Gefahren von Payback-Karten und ähnlichen Systemen sowie dem Ausbau staatlicher Überwachung durch den vermehrte Erhebung von Bürgerdaten, Datenzentralisierung und -verquickung, über die Einführung und den Sicherheits”bonus” von biometrischen Pässen sowie andere Datenschutzthemen interviewt Michael Maier von der Netzeitung in der Sendereihe “Sonntags ab 10″ heute morgen die Informatikerin Constanze Kurze von der Gruppe “Informatik in Bildung und Gesellschaft” an der HU Berlin und Mitglied des Chaos Computer Clubs.
Hier gehts zum ganzen Interview in Hörform.

Informationen:
http://www.bfdi.bund.de/nn_530438/DE/Themen/WirtschaftUndFinanzen/VerbrSchutzAuskunfteien/Artikel/GlaesernerKunde.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Überwachungsstaat
http://www.foebud.org/fruehere-projekte/privacycard/faq

Petition für ein Praktikumsgesetz

Der Aufstand der Generation Praktikum. Jetzt mit einer Petition für ein Praktikum-Gesetz beim Deutschen Bundestag. DGB-Jugend und fairwork e.V. haben sie eingereicht. Mit ihr soll versucht werden, die Ausnutzung von Praktikanten als billige Arbeitskräfte einzudämmen und das Lernverhältnis wieder zu etablieren. Vorgeschlagen wird Praktika und Volontariate gesetzlich zu definieren und gegenüber Arbeitsverhältnissen abzugrenzen. Sie sollen zeitlich auf 3 Monate begrenzt sein und mit mindestens 300 Euro pro Monat vergütet werden. Süddeutsche sowie zahlreiche andere beleuchten einige Hintergründe.
Direkt zeichnen kann man die Petition hier: http://itc.napier.ac.uk/e-Petition/bundestag/view_petition.asp?PetitionID=335.

Die Petition im Wortlaut:

“Für eine klare Trennung von Ausbildung und Arbeit und eine Mindestvergütung für Praktika

Die Forderung:
Praktika u.ä. Lernverhältnisse müssen per Gesetz eindeutig von Arbeitsverhältnissen abgegrenzt werden, damit sie keine regulären Stellen ersetzen. Praktika müssen auf drei Monate begrenzt und mit mindestens 300 Euro pro Monat vergütet werden. Volontariate u.ä. Berufseinstiegsprogramme müssen mit mindestens 7,50 Euro pro Stunde vergütet werden.

Die Begründung:
In den letzten Jahren haben prekäre Beschäftigungsverhältnisse von jungen Menschen zugenommen. Der Eintritt in das Berufsleben wird immer schwieriger. Um der Arbeitslosigkeit zu entgehen, sehen sich immer mehr junge Menschen genötigt, prekäre Beschäftigungsverhältnisse einzugehen indem sie bspw. un- oder unterbezahlte Praktika absolvieren. In der Konsequenz hat sich in mehreren Branchen ein „Praktikanten-Arbeitsmarkt“, insbesondere von Akademikerinnen und Akademikern herausgebildet.

Dieser zeichnet sich durch ein extrem hohes Qualifikationsniveau, flexibelste Arbeitszeiten, niedrige Sozialstandards sowie geringe bis keine Entlohnung aus. Dauern diese Praktika darüber hinaus länger als drei Monate, ist anzu-nehmen, dass das eigentliche Lernverhältnis Praktikum die Schwelle zu einem regulären Arbeitsverhältnis längst überschritten hat und dementsprechend vergütet werden muss. Eine ähnliche Ausbeutungssituation kann auch unter dem Etikett „Volontariat“ stattfinden. Eine solche Beschäftigung unter Etiketten wie „Praktikum“ oder „Volontariat“ ist prekär, wenn nicht sogar sittenwidrig.


Folgende Punkte sollten bei einem gesetzlichen Schutz von Praktikantinnen und Praktikanten berücksichtigt werden:

  • gesetzliche Definition eines Praktikum u.ä. Lernverhältnisse
  • gesetzliche Definition eines Volontariats u.ä. Berufseinstiegsprogramme
  • Ausbildungsvertrag inkl. Ausbildungsplan mit Ausbildungsinhalten und -zielen
  • BetreuerIn/AnleiterIn obligatorisch
  • zeitliche Begrenzung von Praktika auf drei Monate (Ausnahmen: Praktika im Rahmen von schulischer und wissenschaftlicher Ausbil-dung oder staatlichen Programmen)
  • zeitliche Begrenzung bzw. Ausdehnung von Volontariaten auf in der Regel 24 Monate
  • Mindestvergütung für Praktika u.ä. Lernverhältnisse von 300 Euro pro Monat (in Anlehnung an vergleichbare staatliche Programme, Ausnahme: schulische Praktika, )
  • Mindestvergütung für Volontariate u.ä. Berufseinstiegsprogramme von 7,50 Euro pro Stunde (falls keine tarifvertragliche Regelung greift)
  • Praktika sind verbindlicher Ausbildungsteil in allen Studienordnungen
  • Vor- oder Nachpraktika laut Studienordnung müssen in die Regel-studienzeit einberechnet werden, damit eine Förderung lt. Bafög möglich ist
  • Aufgrund des zunehmenden Missbrauchs von Praktikanten als unterbezahlte Arbeitskräfte besteht ein rechtlicher Anpassungsbedarf im Arbeitsrecht und Berufsbildungsgesetz.”

    Quelle: http://www.dgb-jugend.de/UNIQ116687878025598/doc1100895A.html & http://www.heise.de/newsticker/meldung/82906

    (Hinweis am Rande: Auf www.students-at-work.de kann man das eigene Praktikum bewerten und sich im Vorfeld eines Praktikums über die Zielfirma informieren)

    Das Netz der Ungleichen

    Da um die Netzneutralität leider weiterhin diskutiert und gekämpft wird, hier ein Clip der Initiative “Save the internet”, der anschaulich, kurz und knapp für alle die Situation zusammenfasst:

    Hintergrundinformation unter:
    http://www.savetheinternet.com/
    http://de.wikipedia.org/wiki/Netzneutralität
    http://www.spiegel.de/netzwelt/tech/0,1518,451672,00.html
    http://www.heise.de/tr/artikel/69272
    http://www.heise.de
    http://www.google.com/help/netneutrality.html
    http://www.netzpolitik.org/2006/net-neutrality-netzneutralitat/
    http://www.heise.de/ct/hintergrund/meldung/75525

    what if - visionen der informationsgesellschaft

    Vom Bayerischen Rundfunk und Telpolis kam die Ausschreibung zum Autorenwettbewerb ‘what if - visionen der informationsgesellschaft’ im Rahmen des Informatikjahrs 2006. Heraus kamen 340 Werke aus aller Welt. Gewonnen hat Sascha Dickel mit seiner Bio-Nostalgie. Mein Favorit, der auch den Publikumspreis gewann ist Infogeddon von Christian von Aster, das ich hiermit ausdrücklich empfehle.

    Nach ihrem Vorbild war neben dieser noch ein gutes Dutzend mehr Siedlungen entstanden. Dort lebten Menschen, die sich der Informationsflut und dem multimedialen Kollaps der Städte entzogen. Aussteiger, real wie virtuell, keine Mail, kein Telefon, kein Radio, kein Fernseher. Die Regeln Art Ossanes.
    Guthenberg öffnete die Tür wieder einen Spalt breit.
    “Tragen Sie ein Mobiltelefon oder einen Piepser bei sich?”
    “Alles im Wagen. Ich kenne die Regeln.”
    “Gut. Kommen Sie rein.”

    Quelle: http://www.heise.de/tp/r4/magazin/lit/23991/1.html






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